Nachhilfeunterricht

Nachhilfelehrer werden immer gesucht. Verschiedene Berichte und Statistiken belegen, dass über die Hälfte der Schüler früher oder später auf Nachhilfe zurückgreifen muss. Für zahlreiche Lehrer, Schüler, Studenten und Selbstständige ist daher der Nachhilfeunterricht zu einem interessanten Nebenverdienst geworden. Zudem macht es Freude, Schülerinnen und Schülern weiterzuhelfen und sie darin zu unterstützen, in Problemfächern bessere Noten zu erzielen.

Was ist Nachhilfeunterricht?

Was aber genau ist nun Nachhilfeunterricht? In der Regel findet der Unterricht im privaten Rahmen statt. Der Nachhilfelehrer arbeitet mit dem Schüler in einem bestimmten Fach, etwa in Deutsch, einer Fremdsprache oder in Mathematik die Themen des Schulunterrichts durch, unterstützt die Hausaufgaben, beantwortet Fragen zu bestimmten Themenbereichen oder bereitet gezielt auf Klassenarbeiten oder Prüfungen vor. Nachhilfeinstitute bieten häufig auch Gruppenunterricht an, der in den Räumlichkeiten des Instituts stattfindet.

1. Anforderungen: Was muss ein Nachhilfelehrer können?
2. Möglichkeiten und Chancen
3. Verdienst und Anbieter
4. Unser Fazit

Anforderungen: Was muss ein Nachhilfelehrer können?

NachhilfeNachhilfelehrer unterstützen Schüler bei den Hausaufgaben, beantworten Fragen der Schüler und bereiten auf Klausuren und Prüfungen vor. Dementsprechend müssen sich Nachhilfelehrer auf den Unterricht vorbereiten und z. B. mit den Eltern und Lehrern der Schule abstimmen, welche Themen gerade behandelt werden sollten. Dabei heißt es: für Abwechslung sorgen. Stupides auswendig Lernen oder immer ähnliche Aufgaben bringen auf Dauer keinen Erfolg. Es gibt zusätzliche Möglichkeiten, Schüler zu motivieren und für das Fach zu begeistern. Hier können das Internet, Rätsel, Hörspiele, Lernkrimis, Spiele, Filme, moderne Arbeitsbücher und vieles mehr helfen. Gerade für Fremdsprachen bietet es sich an, das entsprechende Land vorzustellen. Fotos, geschichtliche Hintergründe und andere Besonderheiten können das Land näherbringen. Grundsätzlich müssen Nachhilfelehrer über fachliche Kompetenz verfügen, aber auch über Geduld, Kreativität und Einfühlungsvermögen. Schließlich gilt es, den Schülern Frust und Angst in Bezug auf ein Fach zu nehmen. Nachhilfelehrer sollten sich durchsetzen können, konsequent bleiben und gleichzeitig ermutigen und motivieren. Daher kann es hilfreich sein, wenn der Altersunterschied zwischen Schüler und Nachhilfelehrer ausreichend groß ist.

Die Nachhilfekraft muss den Stoff selbst zu kennen und in der Lage sein, das Fachliche den Schüler zu vermitteln. Hierbei wachsen die Anforderungen für Lehrer der verschiedenen Klassenstufen, denn es gelten natürlich für Grundschulkinder andere Maßstäbe wie für angehende Abiturienten. Dennoch dürfen Nachhilfelehrer nicht zu nachlässig sein, müssen gut vorbereitet sein und sich auf moderne Lernmethoden einstellen. Höhere Anforderungen gelten auch für Nachhilfelehrer, die für ein Nachhilfeinstitut arbeiten. Im privaten Bereich gibt es hier kaum Regeln.

Möglichkeiten & Chancen:

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Nachhilfeunterricht zu geben. Zum einen können Interessierte über das Internet oder in der Tageszeitung Anzeigen aufgeben. Dies kann kostenpflichtig sein, häufig besteht aber auch die Möglichkeit, kostenlose Inserate aufzugeben. Online gibt es zahlreiche Nachhilfebörsen, die für Eltern wie Nachhilfelehrer Informationen bieten und es besteht die Möglichkeit, Angebote und Anfragen zu veröffentlichen. Auf privater Ebene kann der Unterricht dann beim Nachhilfelehrer oder beim Schüler zu Hause stattfinden. Je nach Fach ist die Nachfrage groß und die Resonanz auf private Anzeigen ist gut. Generell sind die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch, Englisch, Mathematik immer gefragt. Spezieller wird es schon bei anderen Sprachen wie Latein oder Griechisch oder Fächer wie BWL, Physik oder Chemie. Privater Nachhilfeunterricht ist leicht zu organisieren, Schüler und Lehrer müssen sich lediglich selbst abstimmen.

Etwas anders läuft es bei Nachhilfeinstituten. Natürlich erfolgt auch hier die enge Absprache zwischen Lehrer und Schüler. Die Nachhilfeinstitute wirken hier aber als Vermittler bzw. Dienstleister. Es gibt zahlreiche Institute, die häufig bundesweit tätig sind. Als Nachhilfelehrer kann man die einzelnen Institute anfragen, ob Bedarf für bestimmte Fächer in bestimmten Klassenstufen besteht, und bewerben. Die Nachhilfeinstitute vermitteln dann und bringen Lehrer und Schüler zusammen. Der Einzelunterricht findet dann in der Regel beim Schüler statt. Eine weitere Möglichkeit ist der Gruppenunterricht. Viele Institute bieten in ihren Räumlichkeiten Gruppenunterricht für kleine Gruppen an.

Wer gut ist und erfolgreiche Schüler vorweisen kann, wird mit Sicherheit auch von zufriedenen Lehrern und Eltern weiterempfohlen und kann sich so einen kleinen „Kundenstamm“ aufbauen, etwa mit guten Verbindungen zu einer Schule.

Verdienst & Anbieter dieser Jobs:

VerdienstDie Verdienstmöglichkeiten für Nachhilfelehrer sind sehr unterschiedlich. Im privaten Bereich können für Schüler und Studenten für 45 Minuten Unterricht zwischen 7 und 10 Euro hausspringen. Nachhilfeunterricht für Grundschüler wird geringer bezahlt als etwa Nachhilfe für Gymnasialschüler der 10. Klasse oder kurz vor dem Abitur. Für Nachhilfelehrer, die für ein Nachhilfeinstitut arbeiten, kann der Verdienst auch zwischen 15 und 20 Euro pro Unterrichtseinheit liegen. Wer die Schüler zu Hause unterrichtet, kann in der Regel auch noch Anfahrtskosten berechnen. Was den Verdienst anlangt, sind auch die Arbeitszeiten zu bedenken. Da die Schüler den Vormittag in der Schule verbringen, liegen die Unterrichtszeiten für die Nachhilfe meist am Nachmittag oder Abend, auch Wochenendunterricht ist gerade im privaten Bereich nicht ungewöhnlich. Dazu kommen die Zeiten für Vorbereitung und Korrekturen bzw. Nachbereitung. Von Vorteil ist hier sicher die flexible Zeiteinteilung.

Es gibt zahlreiche Anbieter, Internetbörsen und Nachhilfeinstitute, die Nachhilfe anbieten. Hier seriöse Angebote von unseriösen zu unterscheiden ist nicht immer einfach. Große und bekannte Nachhilfeinstitute wie etwa Abacus, Studienkreis oder Schülerhilfe sind seit Jahren im Geschäft und können gute Erfolge vorweisen. Hier kann man sich auf gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung verlassen. Der Markt ist groß und unübersichtlich, sodass sich Nachhilfelehrer vielleicht auch auf den Rat und die Erfahrungen von Kollegen, anderen Schülern und Studenten sowohl von Nachhilfelehrer- wie von Nachhilfeschüler-Seite stützen können. Einige Anbieter sind im ganzen Bundesgebiet tätig, andere wiederum nur ein einzelnen Bundesländern oder nur in bestimmten Städten. Im Folgenden seien einige Beispiele für Institute und Nachhilfebörsen genannt, die erste Anlaufstellen sein können.

Unser Fazit zum Job:

Wer Freude am Unterrichten hat, über solides Fachwissen verfügt, gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen kann und darüber hinaus über Geduld, Kreativität und eine konsequente Haltung verfügt, kann gerade als Student oder Oberstufenschüler mit Nachhilfe einen guten Nebenverdienst erwirtschaften. In aller Regel können sich die Nachhilfelehrer ihre Arbeitszeit flexibel einteilen, sollten aber auch die Zeit für Vorbereitung und Korrekturen einplanen. Es lohnt sich mit Sicherheit, sich zunächst um nähren Umfeld privat einige Schüler zu suchen, um Erfahrungen zu sammeln, die sich dann für eine Anstellung bei einem Nachhilfeinstitut positiv bemerkbar machen. Nachhilfe ist etwas für Menschen, die kommunikativ sind, über Einfühlungsvermögen, stressresistent sind und Freude daran haben, Lehrinhalte an Schüler weiterzugeben und zu vermitteln.

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